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Falkner auf dem Golfplatz

Liebe Golferinnen und Golfer,

Wir sind Horst Brings und Heike Bolten. Zukünftig werden wir das Greenkeeping in unserer Funktion als Falkner auf dem Golfplatz unterstützen. Die eingesetzten Vögel dienen dazu die Krähen anzujagen und zu vertreiben.

Wir werden mit den Vögeln spazieren gehen, bzw. die Vögel begleiten uns „in der freien Folge“. Dabei positionieren sie sich in unserer Nähe auf Bäumen oder Gebäuden, von wo aus sie das Gelände gut überblicken und evtl. Beutetiere erspähen und anjagen können.

Diese Vögel scheuen fremde Hunde, was sie teilweise mit lautem Warngeschrei kundgeben. Daher halten wir Abstand zu fremden Hunden und bitten um Verständnis.

Der eingesetzte Beizvogel ist ein amerikanischer Wüstenbussard (Harris Hawk) namens Zelda aus einer deutschen Nachzucht letzten Jahres. Diese Vögel haben allerdings kaum etwas gemein mit unserem hiesigen Mäusebussard - der Harris Hawk gehört zur Familie der Habichtartigen.

Der Harris Hawk ist der einzige Greifvogel, der in sozialen Strukturen in Form von Großfamilien lebt und jagt – hierbei übernehmen die Vögel unterschiedliche Rollen (Jäger, Treiber, etc.) und entwickeln dabei sogar Strategien. Diese Kompaniejagd führt häufiger zum Erfolg als eine Einzeljagd.

Krähen sind sehr clever und erkennen sowohl Jäger als auch Falkner schon von Weitem und flüchten, bevor man überhaupt in Ihre Nähe gelangen kann. Werden sie immer wieder gestört und verscheucht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie sich andere Schlaf- und Futterplätze suchen.

Auf diese Weise wollen wir das „Krähenproblem“ des Golfplatzes lösen!

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie uns jederzeit gerne ansprechen – wir freuen uns immer, wenn sich jemand für diese Jagdform interessiert!

Zum Schluss noch ein paar Worte zu unserer Person:
Mein Name ist Horst Brings, geboren am 25.10.1957 und wohnhaft in Jüchen.

Zur Falknerei kam ich im Alter von 12 Jahren.  Ziemlich früh lernte ich einen älteren Falkner und Sattler kennen, bei dem ich die Herstellung von Taschen, Handschuhen und anderem Falknereigerät erlernte. Er half mir auch bei der Ausbildung meines ersten richtigen Greifvogels, einem Habicht.

Es folgten im Laufe der Jahre noch andere Greifvögel wie Bussarde, Falken und Sperber. Auch pflegte ich immer wieder verletzte Greifvögel und Eulen, die mir von Feuerwehr und Polizei gebracht wurden.

Nach der Gesetzesnovellierung musste ich den Jagd-  und den Falknerjagdschein erwerben.

Bald danach erwarb ich einen der ersten Harris Hawks, die hier in Deutschland erst nach und nach etabliert wurden.

Neben der Beizjagd und der Herstellung von Falknereizubehör züchte ich seit über 30 Jahren erfolgreich Wüstenbussarde, Habichte und Wanderfalken.

Im Jahr 2017 erhielt ich die Ernennung zum Falkenzeugmeister.

Auch unterrichte ich seit vielen Jahren das Fach Praktische Falknerei im Orden Deutscher Falkoniere.

Nach 53 Jahren Falknerei habe ich mir vor zwei Jahren meinen letzten Beizvogel, einen Steinadler, zugelegt mit dem ich erfolgreich beize.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und hoffe, dass das Krähenproblem gelöst werden kann.

Mein Name ist Heike Bolten, geboren am 14.10.1977 und lebe mit meinem Ehemann und zwei Hunden in Grefrath.

Vor zwei Jahren habe ich endlich begonnen meinen Jugendtraum von der Falknerei zu verwirklichen. Also habe ich zuerst die Ausbildung und Prüfung für den Jagdschein absolviert um anschließend mit der Ausbildung zur Falknerin zu beginnen.

Anfang letzten Jahres habe ich Horst Brings kennengelernt und hatte das große Glück, dass er sein umfangreiches Wissen mit mir geteilt hat. Im November habe ich erfolgreich die Prüfung für den Falknerjagdschein abgelegt.

Die Falknerei ist rund 3.500 Jahre alt und gilt als Immaterielles Kulturerbe.

Was mich daran fasziniert, ist die Bindung des wilden Greifvogels zum Falkner, die zustande kommt, weil der Vogel seinen Falkner als Jagdgefährten akzeptiert.

 

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